Neophytenbekämpfung

Das indische Springkraut hat sich im Naturpark Rhein-Westerwald mittlerweile weit verbreitet. Das rosa blühende Kraut, dass – wie der Name sagt – in Indien heimisch ist und hier gute Wachstumsbedingungen vorfindet, ist aus ökologischer Perspektive ein Problem.

Rhein mit Erpeler Ley und Goldruten Andrea BauerNeben dem indischen Springkraut sind auch Arten wie die Goldrute, der Stauden-Knöterich oder auch der Riesenbärenklau (Herkulesstaude) aus dem Kaukasus problematisch: Diese Pflanzen sind keine einheimischen Pflanzen des Naturparks, sondern wurden z. B. (bewusst oder unbewusst) durch Menschen eingeführt und werden durch Tiere, wie Vögel oder Wild, weiter verbreitet. Diese so genannten Neophyten verdrängen heimische Pflanzen und finden meist entlang von Fließgewässern und in angrenzenden Auen gute Wachstumsbedingungen. In den letzten Jahren hat sich der Naturpark Rhein-Westerwald stark in der Bekämpfung von Neophyten engagiert. Ein Projekt, um die Neophyten (v. a. das indische Springkraut) zurück zu drängen, ist das Beweidungsprojekt im Aubachtal, das vom Naturpark gefördert wurde.

Als besonders problematisch ist der Riesenbärenklau (Herkulesstaude) einzuschätzen. Diese Staudenart kann bis zu 4 Meter hoch werden, die Stängel sind bis zu 10 cm kräftig und die Dolden können einen Durchmesser von 50 cm erreichen. Damit ist der Riesenbärenklau leicht vom einheimischen Wiesen-Bärenklau zu unterscheiden. Die Pflanzensäfte des Riesenbärenklaus wirken toxisch und können zu starken Verbrennungen führen. Deswegen ist bei dieser Pflanze vor allem entlang von Wanderwegen und an Spielplätzen besondere Vorsicht geboten.