Neue Informationstafeln zum Kulturlandschaftswandel im Naturpark Rhein-Westerwald

Landschaften sind einem ständigen Wandel unterworfen: Sie ändern sich durch natürliche Prozesse kurzfristig, wie zum Beispiel durch Sturmschäden in Waldbeständen, oder langfristig, wie zum Beispiel durch Eiszeiten.

KulturlandschaftswandelLandschaften können sich aber auch durch menschliche Einflüsse und Aktivitäten verändern. Unterschiedliche kulturelle Nutzungsformen der Menschen haben zu unserer heutigen Kulturlandschaft geführt: Die Kulturlandschaft, in der wir heute leben, ist eine Landschaft, die beispielsweise durch Landwirtschaft oder Rohstoffabbau erst ihr heutiges Erscheinungsbild erhalten hat. „Das die Landschaften in denen wir heute Leben sich ständig ändern, lässt sich sehr gut Anhand des Vergleichs der heutigen Landschaften mit historischen Fotomaterial deutlich machen“, so Frau Dr. Friedericke Weber vom Naturpark Rhein-Westerwald e. V. Zu diesem Zweck wurden im Naturpark insgesamt zehn Informationstafeln gestaltet, die den Kulturlandschaftswandel an unterschiedlichen Stellen im Naturpark aufgreifen und beleuchten. „Schnell wurde uns bei den Recherchearbeiten im Zuge dieses Projektes deutlich, dass es spannendes auf den alten Fotos zu entdecken gibt, denn wer weiß denn schon, dass rund um Isenburg im 18. Jahrhundert Hopfen angebaut wurde“, erzählt der Bürgermeister von Isenburg, Detlef Mohr. Heute ist vom Hopfenanbau nicht mehr viel zu erkennen, stattdessen ist Isenburg von dichten Wäldern umgeben – auch das war nicht immer so, zeigen die historischen Bilder.
Im Projekt „Kulturlandschaftswandel im Naturpark Rhein-Westerwald“ wurden insgesamt zehn Informationstafeln gestaltet und an unterschiedlichen Stellen im Naturpark errichtet. Das Projekt konnte in Kooperation mit dem Kreismedienzentrum Neuwied, den beteiligten Ortsgemeinden sowie auch den ehrenamtlichen Helfern, wie hier in Isenburg, im vergangenen Jahr realisiert werden. I. D. Isabelle Fürstin zu Wied (Vorsitzende des Naturparks Rhein-Westerwald e. V.) bedankte sich bei der Präsentation der Informationstafel in Isenburg bei allen am Projekt beteiligten, die einen großen Beitrag zum Gelingen geleistet haben. Die zehn Informationstafeln wurden über Fördermittel des Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten sowie des Naturparks Rhein-Westerwald e. V. ermöglicht.

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